Tipps für Eltern

Wir haben für Sie einige Spielideen zusammengefasst, mit denen Sie gezielt die Motorik Ihres Kindes unterstützen können.

 

Spielideen für das Gleichgewicht
 
Schaukeln
Schaukeln aller Art fördern das Gleichgewichtsgefühl Ihrer Kinder. Ermutigen Sie Ihr Kind alle möglichen Schaukeln auf Spielplätzen auszuprobieren. Wenn Sie die Möglichkeit haben in Ihrer Wohnung eine Hängematte an zu bringen, sollten Sie das tun.

Radfahren
Fahren Sie oft mit Ihrem Kind Fahrrad. Wenn Ihr Kind sehr unsicher ist, gehen Sie zu Fuß nebenher.

Schwimmen
Auch Schwimmen trägt zur Förderung des Gleichgewichts bei.

Springen/ Seilspringen/ Trampolin
Gezieltes Springen ohne umzufallen oder zu stolpern erfordert ein gut angepasstes Gleichgewicht. Seilspringen allein oder in der Gruppe bietet dabei optimale Lernbedingungen. Mit der Anschaffung eines Trampolins könnten Sie Ihrem Kind wichtige „Springreize“ spielerisch ermöglichen. Bitte achten Sie dabei auf eine gute Federung, dem Körpergewicht ihres Kindes entsprechend.

Hüpfen / Sackhüpfen
Hopsen, Toben und Springen sind Ausdruck von Bewegungsfreude bei Kindern. Bauen Sie diese natürliche Bewegungsfreude in Spielideen ein. Zum Beispiel Sackhüpfen oder Hüpfen in Kreidefelder auf der Straße. Ihr Kind bekommt wichtige Reize für die Haltung und Bewegung. Auch zu Hochsprung über ein Seil oder eine Stange lassen Kinder sich gerne motivieren.

Turnstange
Eine Turnstange passt in jeden Türrahmen und bietet selbst in einer kleinen Wohnung die Möglichkeit zum Klettern, Hangeln und Kraftübungen.

Blinde Kuh
Mit verbundenen Augen im Raum orientieren und auf Zuruf in die richtige Richtung zu laufen. Mit den Händen andere Personen ertasten und erraten. Dieses Spiel lässt sich reichlich variieren und spielt sich natürlich am Besten in der Gruppe.
 
 
Spielideen zur Förderung der Grobmotorik
 
Kreidebilder auf den Boden malen
Malen und Ausmalen macht Kindern besonders viel Freude, vor allem auf dem Boden. Beim großflächigen Malen übt ihr Kind die späteren feinmotorischen Bewegungen. Gezielt werden Formen wie Kreis, Viereck und Dreieck in großen Formaten umgesetzt.

Hampelmannsprung
Üben sie mit ihrem Kind den Hampelmannsprung. Hierbei lernt ihr Kind das Körpergewicht auszugleichen und Arme und Beine koordiniert zu bewegen. Der Erwerb dieser Koordination ist eine wichtige Voraussetzung für diverse motorische Anforderungen.

Schwimmen
Beim Schwimmen wird vor allem die Körperkoordination gefördert. Ihr Kind lernt mit Beinen und Armen unterschiedliche Bewegungen auszuführen und dabei effektiv im Wasser vorwärts zu kommen. Einen besonderen Schwerpunkt bildet hierbei die Kopfkontrolle und die Stärkung der Nackenmuskulatur.

Ball spielen
Auch einfache Spiele wie ein Ballspiel, fördern die Auge-Hand-Koordination ihres Kindes. Der Ball muss beobachtet werden, die Reaktionsgeschwindigkeit bemessen und im richtigen Moment zum Einsatz kommen. Gerade beim Fangen und Werfen kann die Koordination beurteilt werden.

Luftballontennis
Wenn das Federballspiel noch zu schwierig ist, kann man sehr gut einen Luftballon nehmen. Dieser bewegt sich langsamer und ist leichter zu treffen.
 
 
Spielideen zur Förderung der Feinmotorik

 
Malen/ Ausmalen/ Nachmalen/ Raten und Malen
Freies Malen und Ausmalen fördern sowohl die Feinmotorik als auch die Graphomotorik (koordinierter Umgang mit dem Stift). In kleine Spiele eingebunden lassen sich Kinder oft leichter motivieren. (Einkaufszettel malen, Post spielen...) Abwechselnd etwas malen und dann raten, was es ist.

Perlen fädeln
Die feinmotorische Anforderung schult ihr Kind in der Handkoordination und übt das dosierte schieben und ziehen mit den Fingerspitzen. Beide Hände sind dabei im Einsatz. Als Erfolgserlebnis des Kindes lässt es eine schöne Kette oder Anhänger entstehen.

Kleben/ Schneiden
Gemeinsam mit ihrem Kind können Sie verschiedene kreative Bilder entstehen lassen. Dabei können alte Kataloge und Zeitschriften verwertet werden. Beim Kleben und Schneiden kommt es vor allem auf Kraftdosierung und Auge-Hand-Koordination an. Das genaue Erkennen der Linie beim Schneiden und dabei die Führung der Hand ist eine wichtige Voraussetzung für die Grafomotorik.

Knüllbilder/ Materialbilder
Als gute Abwechslung zum Umgang mit dem Stift eignen sich Knüllbilder. Als Vorlage kann ein einfaches Ausmalbild dienen. Es werden nun kleine Stücke aus farbigem Papier (Krepppapier o.ä.) zu Kugeln geformt und auf die Vorlage geklebt. Anstelle der Papierkugeln können auch andere Materialien wie Nudeln, Erbsen, Linsen aufgeklebt werden.

Kneten
Beim Kneten bekommt ihr Kind eine klare Rückmeldung über den erforderlichen Krafteinsatz. Es können Kugeln, Würste, lange Schlangen oder zusammengerollte Schnecken entworfen werden. Ihr Kind lernt wie viel Kraft es maximal oder minimal aufbringen muss, um ein Knetergebnis zu erzielen.

Backen (Kekse ausstechen, Teig kneten)
Beim Teig kneten können sie ihre Handkraft dosieren und stärken. Wenn Kekse ausgestochen werden ist viel Fingergeschick gefragt. Nebenbei lernt das Kind seine Handlungen selbständig zu planen und durchzuführen.

Sticken/ knüpfen/ knoten
Auch verschiedene Techniken im Umgang mit Wolle und Faden fördern die Feinmotorik. Stickbilder sind eine Möglichkeit. Geflochtene Bänder werden gerne als Freundschaftsbänder verwendet.

Bügelperlenbilder
Kleine Perlen zu greifen erfordert Fingerspitzengefühl, Geduld und Ausdauer. Um das spielerisch zu trainieren kann man die Steckplatten und Perlen in jedem Bastelbedarf oder Spielwarenbedarf erstehen. Die aufgesteckten Perlen werden gebügelt und das Kind hält gleich ein stolzes Ergebnis in den Händen.

Fingerfarben
Beim Experimentieren mit Fingerfarben sind zwei wichtige Lernerfahrungen beteiligt. Zum einen lernt ihr Kind mit klebriger, nasser und flüssiger Masse umzugehen. Zum Anderen gibt das Gleiten der Finger auf der Materialoberfläche eine starke Rückmeldung über den nötigen Krafteinsatz.

Pappmaché

Eine gern ausgeführte Arbeit ist das Pappmaché. Dazu wird Tapetenkleister angerührt und Zeitung in kleine Stücke gerissen. Mit einem größeren Pinsel oder mit der Hand wird der Tapetenkleister auf den aufgeblasenen Luftballon aufgetragen und die Zeitungsschnipsel aufgeklebt. Es sind mehrere Schichten Zeitung nötig, um genug Stabilität zu erreichen. Was dabei entsteht ist der Phantasie des Kindes überlassen.

Puzzeln
Puzzeln erfordert Konzentration, genaues Hinschauen und Feingefühl beim zusammenstecken der Teile. Das macht besonders in der Gruppe Spaß und bringt noch größere Ausdauer.
 
 
Kinder und Medien

 
Medien wie Fernseher, Computer, Handy oder Playstation nehmen im Kinderalltag immer mehr Raum ein. Damit stellen sich Fragen in der Erziehung, die vor Jahren noch nicht einmal abzusehen waren. Erschreckend viele Kinder verbringen einen Großteil ihrer freien Zeit am Computer oder vor dem Fernseher. Nicht selten muss dabei schon von Internetsucht/ Fernsehsucht gesprochen werden. Medien gehören zum Alltag dazu, sie sollten den Alltag jedoch nicht komplett bestimmen.
 
Es gibt eine Reihe guter Empfehlungen oder Informationsmöglichkeiten, auf die wir an dieser Stelle verweisen möchten.
 
http://www.flimmo.de/
TV Programmberatung für Eltern
 


Regeln für die PC Nutzung

 

  1. Vereinbaren Sie mit ihrem Kind klare Regeln und Zeiten für die Computernutzung. Halten Sie diese Regeln ein!
  2. Nehmen Sie die Alterskennzeichnung von Spielen als Richtlinie und beurteilen Sie zusätzlich selbst die Spiele, bevor Ihr Kind diese nutzt.
  3. Spielen Sie gelegentlich auch mit dem Kind gemeinsam.
  4. Benutzen Sie den Computer nicht als Belohnungs- oder Bestrafungsmittel. Auch nicht als Babysitter.
  5. Kinder können noch nicht klar zwischen Realität und Fiktion unterscheiden. Besonders bei den sogenannten Ego-Shootern sollten Sie auf die Alterskennzeichnung achten.
  6. Wenn Ihr Kind zu einer LAN-Party gehen möchte, erkundigen Sie sich beim Veranstalter, welche Spiele dort gespielt werden, wie viele Kinder teilnehmen, wer die Aufsicht führt.
  7. Nach der Computernutzung sollte immer für körperlichen Ausgleich gesorgt werden. Jede Stunde sitzend vor dem Rechner, geht der körperlichen Entwicklung verloren.